Die Bäume vor meinem Fenster haben keine Blätter mehr, es ist nass und kalt da draussen. Beim Blog-hopping finde ich fast nur Weihnachtskarten, Weihnachtsdeko und Weihnachtsgeschenke. Man bin ich froh wenn der 24. vorbei ist, dieser hipe um Weihnachten geht mir schon immer gehörig auf die Nerven.
Es geht so offensichtlich nur um Kommerz, das es unangenehm ist. Und alle machen mit. Dabei sind die wenigsten in unserer Gesellschaft noch Religiös.
Naja. Und nun wird es auch noch kalt. Ich warte ab jetzt auf den Sommer...
*Maulmodus aus*
Achso, eigentlich wollte ich ja hier die beiden Nadelkissen zeigen, die ich Vorgestern genäht habe, plus eins, das schon ein paar Monate alt ist.
Anlass war meine Mam. Sie hat mir erzählt das sie scheinbar ihr Nadelkissen und ihre gesamten Stecknadeln weggeworfen hat, denn auch nach durchforstung des kompletten Hauses sind sie unauffindbar. Meine Mam ist kürzlich ins Berliner Umland gezogen und hat daher einen guten Überblick was sie wo hingeräumt hat, es gibt keine Ecken und Winkel wo man jahrelang nicht mehr aufgeräumt hat (manchmal weiss man garnicht mehr was man da noch alles für Schätze hat und freut sich nen Kullerkeks wenn man dann mal da rumsucht).
Da ich mir erst vor ganrnicht allzulanger Zeit ein Nadelkissen für den Arm genäht habe, hab ich mir gedacht ich mach ihr einfach auch eins. Und so hab ich Vorgestern mit Elan (gut das ich alles Aufhebe, die Nadelkissen konnten komplett aus Stoffresten gemacht werden) und Freude losgelegt. Ein Buch aus der Bücherei über Nadelkissen lag auch schon bereit, und so ging es gleich los.
Die kleine Tasche ist aus dem Bücherei Buch, das da heißt: Kunterbunte Nadelkissen. Es ist vom Topp Verlag. Das Buch ist rel. neu von 2012 und ist derzeit (Dez2013) noch erhältlich.
(Klick)
Ich hab mit etwas Fransenwolle, 2 Bändern und Glitzernähmaschinenstickgarn-Stickstich die Taschenklappe verziert, das sieht man leider kaum auf dem Bild. Das Schleifchen ist von Hand dran genäht. Unten ist ein wenig Reis drin, damit die Tasche schön stehen bleibt.
Der kleine Igel ist aus dem Netz. Hier gibt es die kostenlose pdf, ausführlich in deutsch und englisch beschrieben
(Klick).
Den rechten Igel hab ich vor einer Weile für mich gemacht, weil ich beim Nähen an der Nähmaschine immer die Stecknadeln aus dem Stoff ziehe, und sie dann gleich wegstecken kann. Die kleine Igelin heißt Inge und ist aus verschiedenen Stoffresten. Die Augen sind aus kleinen Perlen, ich wollte nicht extra Augen kaufen (in der Anleitung werden solche Steckaugen verwendet).
Der linke Igel heißt Bärbel (hat mein Mann entschieden) und ist aus Fell und Frottee, ebenfalls mit Perlenaugen.
Die Igel sind etwas fummelig zu nähen, da man sie durch einen Schlitz am Bauch Befüllt, der sich beim Befüllen Innerhalb des Armbands befindet. Man muss also mit dem Füllmaterial durch das Armband, was noch relativ gut ging. Und dann soll man eine Scheibe aus Plastik ausschneiden (ich hab den Deckel von einer Stapelchipsdose verwendet) und sie ebenfalls durch das Loch (Knopfloch) im Bauch in den Igel schieben, diese Scheibe soll dann ganz unten im Igel liegen und verhindern das man sich die Stecknadeln in den Arm steckt. Das war sehr schwierig und ich war kurz davor alles hinzuschmeissen beim ersten Igel. Dieses Mal hab ich es so gemacht das ich das Armband nicht als Schlauch genäht habe. Sondern aus 2 Lagen Stoff, die ich nach dem Ausstopfen des Igels Rechts auf Rechts zusammen genäht habe. Auf der einen Seite vom Igel hab ich die Wendöffnung gelassen, da hätte man sowieso wegen dem Igel nicht zunähen können. Das ging dann wesentlich besser zu befüllen und auch die Scheibe aus Plastik ging recht leicht hinein (zumindest empfinde ich das so nachdem ich das schon einmal blind durch das Armband machen musste.
Egal welche Variante man macht, das Armband muss immer so breit werden. Dieses habe ich bei dem rechten Igel aus recht dünnem Baumwollstoff genäht, und daher stört es am Arm kein bisschen. Das linke ist aus festerem Baumwollstoff und fühlte sich beim Anprobieren recht steif an. Ich hoffe aber das es nach kurzer Gewöhnungszeit ebenfalls angenehm am Arm ist.
Ich benutze meine Inge jetzt immer beim Nähen und finde sie ungemein praktisch.
Die beiden Nadelkissen hab ich ja für meine Nadellose Mam gemacht. Und Nadelkissen ohne Nadeln sind leider relativ Sinnfrei. Also hab ich meine Sachen durchsucht, ich hab einiges an Stecknadeln bei meinen Klöppelsachen. Ich hab ewig nicht geklöppelt, ich hoffe ich kann das überhaupt noch. Na ich habs ja noch nichtmal richtig gekonnt, war noch Anfängerin, und musste dann aufhören zur Gruppe zu gehen. Aber ich möchte das unbedingt mal weiter machen, das macht sehr viel Spaß und die Ergebnisse sind so filigran und zierlich. Na jedenfalls braucht man dafür alle möglichen Stecknadeln, hab da kopflose in verschiedenen Längen und lange dicke usw, und auch eine Dose mit Stecknadeln mit bunten Köpfen war dabei, die ich soweit ich mich erinnere nur genommen habe um die Pappe am Klöppelkissen festzustecken. Diese Dose wanderte nun in mein Nähkästchen und die kleine Plastikdose mit den gleichen Stecknadeln hab ich meiner Mam mitgenommen (diese Dose ist die originale, das passte als Geschenk besser als eine Märchenschokotafeln-Dose von Hachette. Da sind nämlich die anderen Stecknadeln drin *grins*.)
Gestern habe ich meiner Mam die beiden Nadelkissen gebracht. Ihre erste Reaktion: "Das ist ja süß!"
Da hab ich mich riesig gefreut.
Und wenn ich doch mal wieder klöppeln sollte kann ich mir ja die Stecknadeln aus dem Nähkästchen nehmen, gleichzeitig nähen und klöppeln kann ich nämlich trotz multitasking nicht.
*Plappermodus aus*
über Kommentare freu ich mich immer sehr, danke schomma!